Dienstag, 6. September 2016

„Die Straße“ - Cormac McCarthy

Klappentext
Ein Vater und sein Sohn wandern durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Sie haben nichts als einen Revolver mit zwei Schuss Munition, ihre Kleider am Leib, eine Einkaufswagen mit der nötigsten Habe - und einander. „Die Straße“ ist die Geschichte einer Reise, die keine Hoffnung lässt, nur die verzweifelte Liebe des Vaters zu seinem kränkelnden Sohn.





McCarthys Geschichte zeigt auf stark emotionale Weise, wie die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn allen Umständen zum Trotz in einer kannibalistischen und durchweg bedrohlichen Umgebung überleben kann und letztlich damit beide Figuren am Leben hält. 

Die Atmosphäre ist düster, hoffnungslos und beklemmend. Man hat konstant Angst, schläft nicht wirklich und ist immer auf der Suche nach Nahrung und sicherer Unterkunft. 




„Dunkel des unsichtbaren Mondes. Die Nächte inzwischen nur geringfügig weniger finster. Am Tag umkreist die verbannte Sonne die Erde wie eine trauernde Mutter mit einer Laterne in der Hand.“

Immer wieder die Frage, was menschlich ist und wie man „die Guten“, wie der Sohn es nennt, bleiben kann. Das Buch hat mir sehr an The Walking Dead erinnert. Es ist genau wie die Serie oder umgekehrt, nur ohne Zombies. 


Wer „The Walking Dead“ mag, der sollte „Die Straße“ lesen.


Der Film war auch schön und das Einzige, das meiner Meinung nach gefehlt hat, ist die Darstellung der Träumen von dem Vater.




Ich habe dieses Buch unfassbar genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen, immerhin hat es sich auf die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert. Gerade Leser, die düstere Dystopien mögen und nicht zwingend ein geschlossenes, möglichst glückliches Ende brauchen sind mit Die Straße gut beraten.

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