Dienstag, 16. August 2016

Wolfsblut - Jack London

Eine schöne, bedrückende, spannende, rührende Geschichte über einen Wolf, der zu den Menschen kam und erlebte, wie unterschiedlich diese sein können. Jack London hat tatsächlich die Gabe, eine Geschichte zu erzählen in einem Stil, der ungewöhnlich und es wert ist, ihn zu entdecken.

„Wolfsblut“ ist ein unverzichtbarer Roman der Abenteuerliteratur. Die Geschichte des jungen Wolfes, der in der Wildnis aufwächst, dann zu Indianern kommt und schließlich von einem Schausteller als stetiger Sieger bei Hundekämpfen missbraucht wird, wurde viele Male neu aufgelegt und auch schon verfilmt.




Ein Wolf, teils Hund, teils wildes Tier, wird in der gefahrvollen Wildnis Alaskas geboren und verbringt dort den Anfang seines Lebens. Er lernt, zu jagen, zu kämpfen, zu entdecken. Wesentliche Dinge, die ein Wolf wissen muss, um zu überleben. Doch eines Tages stößt er zu den Menschen und diese erscheinen ihm wie Götter. Götter mit allumfassender Macht, mit Stärke, der man sich nicht widersetzen darf. Ansonsten drohen schwere Strafen, voller Gewalt. Der Wolf der Wildnis muss sich unterwerfen, begreift, dass er bleiben muss. 
Wolfsblut wird er genannt, dieser Wolf. Und er weiß nichts von Liebe, von Freude von Spiel und Freundschaft. Denn bald kennt er nur noch die wesentlichen Dinge, die für ihn zum Leben gehören. Gehorsam, Arbeit und Einsamkeit. Wird es für Wolfsblut noch ein anderes Leben geben?

Die Handlung des Romans wird auch durch die Erzählsperspektive aus Wolfsbluts Sicht interessant – ebenso wird den Lesern vor Augen geführt, wie Wildtiere und Menschen mit der Natur leben. Das faszinierende Leben der Indianer gibt dem Buch eine weitere, fesselnde Note. Neben zahlreichen Spannungsmomenten lebt der Roman aber auch von traurigen und rührseligen Szenen, die das Mitgefühl der Leser wecken. Das Buch wird zu Recht in die Reihe lesenswerter, zeitloser Klassiker eingereiht. 

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