Mittwoch, 3. August 2016

Die Pest - Albert Camus

Im Jahr 194... hat eine schreckliche Plage die algerische Stadt Oran fest im Griff. Zuerst ist es nur eine, dann werden es immer mehr, die Ratten die aus ihren Schlupfwinkeln hervor kriechen und auf Straßen und in Hauseingängen sterben. 

Die sterbenden Ratten werden von den Bürgern zunächst mehr staunend als beunruhigt zu Kenntnis genommen. Bald darauf erkranken die Einwohner an der Pest. 





Immer mehr Menschen sterben. Die Stadt wird abgeriegelt, Liebespaare werden getrennt, die Versorgung wird schlechter, die Friedhöfe reichen nicht mehr aus, Besucher sitzen fest, Flucht wird unmöglich. Hilflos macht sich die Stadt langsam der Tatsache bewusst, dass sie machtlos gegenüber dieser Epidemie ist. 

Wie lebt man in solch einer Situation? Was fühlt man? Was bedeuten Liebe und Freundschaft und Solidarität in diesen Zeiten?

Sei es die Sinnfrage der menschlichen Existenz, die Frage nach Glauben und Gerechtigkeit, nach dem was wichtig ist und dem, was wichtiger sein sollte. Alles wird mit fortlaufender und detaillierter Beschreibung der Entwicklungen der Pest ausgebreitet.

Der Protagonist ist dabei der Arzt Dr. Rieux, welcher den Leser durch seine Erlebnisse jedem Schritt der Epidemie näher bringt. 

Insgesamt fand ich das Buch wirklich sehr gut, da man die verschiedenen Reaktionen von Menschen auf die Pest sehen kann. Manchmal war es sogar lustig ^_^

Was mir intensiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Menschlichkeit des Arztes Rieux, das reine Mitgefühl mit dem Einzelnen, seine Liebe zu den Menschen und der leidenschaftliche Unwille so etwas als Schicksal oder gar, wie der Pater erklärt, als Strafe Gottes zu sehen, sondern es als schrecklichen sinnlosen Zufall anzunehmen.

Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

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