Samstag, 6. August 2016

Das Leben, Gebrauchsanweisung - Georges Perec

Ein Haus, Paris, Rue Simon-Crubellier 11, 99 Zimmern, jedes Zimmer eine Geschichte, die zusammen ein Buch ergeben: „Das Leben, Gebrauchsanweisung“.

Die verrückten zerstreuten Geschichten einer Pariser Nachbarschaft, mit all ihren vielen Gesichtern: Zum Beispiel die Geschichte vom Akrobaten, der nicht mehr von seinem Trapez herunter wollte; Geschichte vom Hauptlagerverwalter, der die Beweise für ein Weiterleben Hitlers sammelte; Geschichte der Dame, die sich Nichten erfand; Geschichte es Innenarchitekten, der die Küche wieder abreißen ließ, auf die er so stolz war; die Geschichte vom Koch, der das Theater liebte; die Geschichte vom Juwelier, der dreimal ermordet wurdet wurde. Und viele, viele mehr.




Neben den Geschichten enthält das Buch unendlich viele Aufzählungen, unendlich viele Dinge werden im Detail beschrieben. Der Ton ist häufig ironisch, auch wenn viele Geschichten einen traurigen Ausgang haben.

Perec sagt über sein Buch: „Es ist ein Buch, das viel von der Leidenschaft erzählt, von der Leidenschaft der Leute für die unnützen Dinge.

Im Grunde ist das ganze Buch, wie ein Puzzle, das aus 99 Zimmern besteht. Aber es ist auch die Erzählung eines einzigen Momentes, in dem etwas passiert, das ich euch nicht verrate.


italienisches Cover


Perec ist ein Magier der Sprache, auf eine Stufe zu stellen mit Jorge Luís Borges. Wer diesen mag, sollte unbedingt auch mal zu Perec greifen!

Perec hat noch einen interessanten Roman geschrieben, in dem er vollständig auf die Verwendung des Buchstaben "e" verzichtet: „Anton Voyls Fortgang“.







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