Dienstag, 17. Januar 2017

Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich beides durchaus reizvoll finde. Ich besitze von meinen liebsten Klassiker-Schätzchen immer mehrere Ausgaben, meist sowohl in Deutsch als auch in Englisch und Italienisch. Leider hört es da schon mit meinen (momentanen) sprachlichen Möglichkeiten auf. Ich habe zwar 2 Jahre lang Russisch gelernt und auf meinem Zeugnis steht auch, dass ich die Stufe B1 (was nicht viel ist, wenn man die Sprache nicht übt) habe, aber Gogol in Original ist dann doch ein bisschen optimistisch, was meine Sprachkenntnisse angeht. 

Ich hoffe natürlich, dass sich das über die Jahre hinweg noch ändert und ich noch mehr Bücher auch in Originalsprache lesen kann, weil ich mehr Sprachen verstehe. Aber vorerst: Meistens deutsche Übersetzungen, es sei denn, der Autor hat auf Englisch geschrieben, dann lese ich gerne das Original.

Ab und zu lese ich auch auf Italienisch, z.B. "Rayuela" von Cortazar und "Das Leben, Gebrauchsanweisung" von Perec.

Ich lese gerne in der Originalsprache, weil ich immer denke, dass etwas beim Übersetzen verloren geht.

Was ist eure Meinung dazu? Ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag und - man kann es nicht oft genug erwähnen.


Liebe Lesegrüße,
Lumina

Montag, 16. Januar 2017

Ob Bücher mein Denken schonmal beeinflusst haben?

Ich kann diese Frage zu 100% mit Ja beantworten. Und ich verfechte die Theorie, dass alles, was wir aufnehmen (z.B. auch durch ein Buch) unser Denken und Handeln irgendwie beeinflusst. Sowohl im positiven, negativen, gewünschten und ungewünschten Sinne. Und desto tiefer die Beziehung zur Geschichte ist, desto tiefer ist auch der Einfluss, den sie auf uns hat.

Mich persönlich hat House of Leaves solche Albträume geliefert..

Bücher, die mich auch noch sehr bewegt und gerührt und zum Nachdenken gebracht haben, wären "Moshi moshi" und "Federkleid" von Banana Yoshimoto und "Non é successo niente" (Es ist nichts passiert) von Tiziano Sclavi.

Eigentlich alle dieser Bücher haben mehr oder weniger Melancholie. Eigentlich sind sie alle auf ihre Art traurig. Aber am Ende findet man eine gewisse Schönheit. In der Art, wie sie geschrieben sind und in der Art. Jeder einzelne dieser Bücher hat mich hoch gebracht und aufatmen lassen und weitermachen lassen und ich danke jedem einzelnen Autor dafür, dass er mich hat teilhaben lassen und mir die Möglichkeit gegeben hat, durch sein Medium eigene Gedanken zu den Themen zu entwickeln.


Liebe Lesegrüße,
Lumina

Sonntag, 15. Januar 2017

Ab in den Wald!

Anfangs sind mein Hund und ich schweigend durch den Wald gelaufen.  Aber dann entdeckte er ein kleines Rinnsal,  das ein schmales Bachbett in den Waldboden gegraben hatte.

Das Sonnenlicht  spiegelte sich in das Wasser in Form von verschwommenen Mustern und die Luft fühlte sich so kalt und rein auf meine Wangen an. 

Nach ein Paar Kilometer Wanderschaft sagte mein Hund zu mir: "Hast du nicht zufällig was zu essen dabei? Ich bin ein bisschen hungrig". Ich nickte und wir machten eine kurze Pause, um Walnüsse zu essen. Wir sprachen über meine Arbeit und seinen Wunsch, öfters in Wald  zu kommen. 

Langsam dämmerte mir, dass den Rückweg wieder zu finden, vielleicht schwieriger werden würde als anfangs gedacht.  Eigentlich hatte ich gar nicht auf unserem Weg geachtet, wird sind immer weitergegangen und jetzt kamen mir alle Wege gleich vor. Wo und wann sind wir abgebogen? Oder sind wir nur geradeaus gegangen?